Zink
Zink ist Bestandteil von mehr als 300 Enzymsystemen und erfüllt daher wichtige Aufgaben in zahlreichen Stoffwechselvorgängen, z.B. bei der Zellteilung und -reifung, bei Wachstumsprozessen und für die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln. Zink ist außerdem für das Immunsystem wichtig, wirkt
antioxidativ und entzündungshemmend.Zink ist reichlich enthalten in Fleisch, besonders rotem Fleisch, aus dem es besser aufgenommen wird als aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Getreide oder Gemüse. Paradoxerweise lässt sich bei vielen Menschen aufgrund einer gesundheitsbewussten, pflanzenbetonten Ernährung häufig eine Unterversorgung mit Zink feststellen. Grund dafür ist die in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten enthaltene Phytinsäure, die die Aufnahme von Zink beeinträchtigt. Zudem ist der Verzehr von Rindfleisch, das als beste Zinkquelle gilt, seit der BSE-Krise deutlich zurückgegangen.
Ein Mangel macht sich meist in Form von Haut- und Schleimhautstörungen, Infektanfälligkeit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder auch Sehstörungen bemerkbar. Bei Kindern lassen sich Störungen im Wachstum und der geistigen Entwicklung feststellen.
Für Zink wird eine tägliche Zufuhr von 7-10 mg für Erwachsene empfohlen (
D-A-CH-Referenzwert). Auch die Zinkverfügbarkeit aus unterschiedlichen Zinkverbindungen muss beachtet werden. Zink, Eisen, Kupfer, Kalzium und Magnesium hemmen sich gegenseitig bei der Aufnahme. Zink wird eingesetzt bei der Behandlung von Hauterkrankungen und Wundheilungsstörungen, bei Haarausfall, Infektanfälligkeit, Allergien oder Diabetes mellitus.