Bei COPD: Finger weg von Zigaretten!
Es gibt einige Maßnahmen, mit denen ein COPD-Betroffener es selbst in der Hand hat, sein Leiden zu verringern. Dazu gehören die Ernährung, ein vernünftiges Quantum Sport und vor allem der endgültige Abschied vom Rauchen. Denn Zigarettenqualm ist der bedeutsamste Risikofaktor für die chronische Lungenerkrankung. Die Abstinenz kann zwar bereits vorhandene Schäden nicht rückgängig machen, aber das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen.Mit dem Rauchen aufhören, heißt COPD vermeiden
Der Hauptrisikofaktor für die Entstehung einer COPD ist das Rauchen. Wie die deutsche Atemwegsliga e.V. in einer Broschüre zum Tabakrauch angibt, „konnten bisher mehr als 4000 verschiedene Stoffe aus dem Zigarettenrauch isoliert werden. Die meisten dieser Stoffe sind gesundheitsschädlich. 43 Stoffe können Krebs auslösen“. Beim Inhalieren des Rauchs von verbrennendem Tabak kann auch der zerstörerische Prozess in Gang gesetzt werden, der mit einer überblähten Lunge und dauerhaft verengten Bronchien endet: COPD.
Es ist grundsätzlich zu jeder Zeit und in jedem Alter ein Gewinn, mit dem
Rauchen aufzuhören. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung regelmäßig raucht, immerhin 1,1 Milliarde Menschen. Hinzu kommen immer mehr Kinder, die immer früher mit dem Rauchen beginnen. Hierzu zählen schon 4 Prozent aller 10-Jährigen in Deutschland. Bislang rauchen Männer noch mehr als Frauen, jedoch nimmt das Rauchverhalten der Frauen weiterhin zu.
Der Abschied von der Zigarette, der insbesondere für COPD-Patienten erwünscht ist, fällt deswegen so schwer, weil dem Körper der Suchtstoff Nikotin entzogen wird. Neben dem dringenden Verlangen nach einer Zigarette können den Betroffenen zahlreichen Nebenwirkungen quälen und ihn auch für die Umgebung schwer erträglich machen: Reizbarkeit, nächtliche Schlafstörungen, Angstzustände, Konzentrationsschwierigkeiten, verlangsamter Herzschlag, Impotenz, Verwirrung, Hunger und depressive Verstimmungen können auftreten.
Das Verlangen nach der Zigarette kann durch
nikotinhaltige Medikamente gemindert werden, zum Beispiel Nikotinpflaster oder -kaugummi. Eine weitere medikamentöse Ausstiegshilfe kann Rauchern das Medikament Bupropion – eigentlich ein Mittel gegen Depression – sein. Bei der Behandlung depressiver Raucher mit Bupropion wurde festgestellt, dass diese ein geringeres Bedürfnis nach einer Zigarette verspürten und das Medikament somit die Raucherentwöhnung unterstützen kann.
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